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Pressemitteilung vom 19.2.2019

Mit dem Beitritt aller Fraktionen zum Bürgerbegehren der Initiative „Klövensteensollleben“ im Sommer 2018 fand der Masterplan Klövensteen sein Ende. Die Kampagne der Initiative hatte Wirkung gezeigt, eine sachliche Auseinandersetzung zwischen den einzelnen Parteien war kaum möglich. Für uns sehr traurig, denn wir hatten immer das Gespräch gesucht und uns bemüht deutlich zu machen, dass nichts in Stein gemeißelt war, sondern einen Anstoß für die nächsten Jahrzehnte darstellen sollte. Bei der Kommunikation sind Fehler gemacht worden. Das haben wir gelernt. Als Ehrenamtliche, die im „echten“ Leben sehr unterschiedlichen Berufen nachgehen, haben wir unterschätzt, welche Wirkung eine Präsentation, das Wort „Masterplan“ und ein Strauß Ideen haben können. Aber die Entscheidung mussten wir natürlich akzeptieren.

Interessiert haben wir die weiteren Entwicklungen verfolgt und waren optimistisch, dass in diesem Jahr Maßnahmen für die Instandsetzung ergriffen werden könnten. Die Initiative hingegen versucht seit Monaten immer wieder mit Veröffentlichungen Stimmung gegen das Wildgehege und dessen Leitung zu machen. Hinweise auf die Sicherheit, Anschuldigungen hinsichtlich der Tierwohlgefährdung und eine unsachliche Kampagne mit dem Hamburger Tierschutzvereins e.V. zur Tierbestandspflege sind Beispiele hierfür. Wir haben das nicht kommentiert, wenn es auch noch so haarsträubend war, da wir für die Zukunft zum Wohle des Wildgeheges Klövensteen keine weiteren Konfrontationen wollten.

 

Nun müssen wir uns aber doch zu Wort melden. Im Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport wurde am 5.2.2019 ein Beschluss gefasst, dass ein Treffen der Sprecher aller Fraktionen mit der Initiative zur weiteren Erarbeitung von Vorschlägen für das Wildgehege und den Klövensteen stattfinden solle. Da wir anderweitig gebunden waren, konnten wir an der Sitzung nicht teilnehmen, erfuhren nur im Nachgang davon. Unser Befremden über die Zusammensetzung wurde zunächst durch den Antrag der SPD-Fraktion im Hauptausschuss ein wenig zerstreut, sollte die Runde nun, um weitere Personen, die sich mit dem Klövensteen und Rissen befassen - erweitert werden. Der Antrag wurde abgelehnt. Und nun? Die Initiative wird sich mit den Sprechern der Fraktionen aus dem Grünausschuss beraten und Vorschläge für den Klövensteen erarbeiten. In ihren Forderungen bei Facebook vom 19.2.2019 wünschen sie sich unter anderem für den Klövensteen die Instandsetzung und Vergrößerung von einigen Gehegen, eine zukunftsweisende Tierhaltung, Rückzugsräume und Ruhezeiten. Hier stimmen wir ihnen uneingeschränkt zu.

Sie wollen Eintrittsfreiheit, eine gute Versorgung der Tiere und eine naturnahe und bezahlbare Infrastruktur. Klingt gut, haben wir schon immer gefordert. Also endlich ein Konsens. Aber aus welchem Grund wir der Förderverein Klövensteen e.V. nun von einer Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten ausgeschlossen? Es zeigt sich doch eine gemeinsame Zielrichtung, oder?

 

Es scheint, als möchte die Initiative nun – ohne Beteiligung von weiteren Experten und Förderern, Bürgerverein und Verwaltung – ihre Vorstellungen durchsetzen. Im kleinen Kreis, ohne Öffentlichkeit. Ein Vorwurf, den sie dem Förderverein bei der Erarbeitung des damaligen Masterplan-Entwurfs gemacht hatten. Und daran schließen sich einige weitere Gedanken an:

-      Was qualifiziert die Initiative „Klövensteensollleben“ als federführende Expertengruppe?

-      Warum wird an dem Antrag der SPD-Fraktion im Hauptausschuss das Fehlen von Tierschutz und Naturschutzverbänden bei den Beratungen kritisiert? Waren diese ursprünglich eingeladen oder durch ihre „Mitgliedschaft“ bei der Initiative (Wieding – Hamburger Tierschutzverein, Meyer-Ohlendorf – NABU West) in Doppelfunktion unterwegs?

-      Werden diese Verbände nicht bei der Umsetzung von Beschlüssen des Ausschusses ohnehin beteiligt?

-      Warum wird der Förderverein Klövensteen e.V. ganz bewusst ausgeschlossen? Ist es nicht zutiefst undemokratisch andere Meinungen auszuschließen?

Wir haben noch sehr viele Fragen und hoffen, dass wir miteinander wieder ins Gespräch kommen können. Die bisherige Kommunikationsstrategie der Initiative macht uns jedoch nicht besonders optimistisch.

 

 


Pressemitteilung des Fördervereins Klövensteen e.V.


Pensionsgäste im Klövensteen

Die Schafe des Zentrums für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) am Hemmingstedter Weg finden Schatten und ausreichend Futter im Wildgehege. Die hohen Temperaturen der letzten Wochen hatte zur Folge, dass die Schafe auf ihrer Weide nicht genügend Futter für den Sommer finden konnten. Hinzu kommen Reparaturarbeiten am Zaun. Wir freuen uns über die neuen Gäste und sagen "Herzlich Willkommen"!

 

Hier geht es zur Pressemitteilung des Bezirksamts Altona.


Wildgehege Klövensteen ausgezeichnet

Die bisher geleistete umweltpädagogische Arbeit, der Vermittlung von Wissen und Aufklärung über die heimische Tier- und Pflanzenwelt und die ökologischen Zusammenhänge unserer Natur, wurde nun belohnt: Mit dem Abschluss eines umfassenden dreistufigen Zertifizierungsverfahrens des Deutschen Wildgehege Verbandes, unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, wurde die umweltpädagogische Arbeit des Wildgeheges Klövensteen ausgezeichnet: Die Zertifizierung als “Tiergarten mit Bildungssiegel“, in der höchsten Stufe, ist bislang einzigartig in Deutschland und das Hamburger Wildgehege Klövensteen die erste Einrichtung, die diese Auszeichnung erhält.

Mit der feierlichen Übergabe der Urkunde an die Altonaer Bezirksamtsleiterin, Frau Dr. Liane Melzer, durch den zweiten Vorsitzenden des Deutschen Wildgehege Verbandes, Herrn Dr. Wolfgang Fröhlich, wurde die Auszeichnung am 23. März 2018 offiziell verliehen.

 

Hier geht es zur Pressemitteilung des Bezirksamts Altona.